von Marco
Bei der Durchsicht all meiner „Heldenfotos“ vergangener Wettkämpfe ist mir aufgefallen, dass ich meinen letzten Mountainbikemarathon 2002 gefahren bin. Daher hat es mich schon lange wieder in den Beinen gejuckt, mal wieder so eine Herausforderung zu bestehen.
Aber wie immer, ist man kurz zuvor nicht in Form, hat zu viel Gewicht (5kg!), zu wenig trainiert, und überhaupt…
Also wusste ich nicht so recht, ob ich es wagen sollte, aber ich dachte mir, so ein Marathon ist ja kein Dienstag , also am Freitag noch schnell angemeldet und am Samstag in der Früh an der Startlinie.
Viel hat sich ja nicht verändert in den letzten 8 Jahren, nur sieht mein Rad zwischen all den High-Tech-Carbonboliden aus wie aus dem Museum. Felgenbremsen fährt wohl wirklich niemand mehr…
Punkt 09.00Uhr geht es dann los, Startschuß. Mit Glück und Routine finde ich das richtige Hinterrad und bin nach dem Flachstück im Vorderfeld, aber kaum geht es bergauf, werde ich nur noch überholt. Mein Puls ist unglaublich hoch, und ich muss mich ständig einbremsen, nicht schneller zu fahren.
Dann die erste Abfahrt von der Wiegenalm. Ich merke schnell, dass ich wenigstens bergab noch mithalten kann. Erschreckend ist aber, dass sich mein Puls auch bergab nicht wirklich beruhigt.
Nun der elendig lange Fleckalmanstieg unter intensiver Sonneneinstrahlung. Wer den schon mal gefahren ist, weiß wie der sich zieht… und mein Puls lässt sich gar nicht mehr beruhigen. Hernach in der Auswertung sehe ich, dass ich in dem Anstieg 177 Durchschnittspuls hatte.
Jetzt endlich wieder bergab, und in den Ehrenbachtrail, fahrtechnisch wirklich anspruchsvoll, aber ich freue mich dass es auch hier sehr gut läuft. Man braucht also die 120mm Federweg vorn und hinten, ohne die laut unseren Fachmagazinen biken schon fast unmöglich erscheint, doch nicht.
Aber in der schlagigen Abfahrt merke ich schon, wie die Muskeln immer härter werden. Das lässt nichts gutes erahnen. Und auch nochwas zu meinem Lieblingsthema heute: mein Puls. Ausfahrt Ehrenbachtrail hatte ich 179! Sagt schon was über den Trail aus.
Und kaum im Anstieg zur Seidlalm…… KRÄMPFE. 250 Höhenmeter bergauf können wirklich unglaublich lange sein.
Dann endlich letzte Abfahrt, wieder schön über Trails und Schipisten, bis ich dann endlich im Ziel bin.
Mein Fazit: Hart wars, aber schee wars. Viel verändert hat sich nicht in den letzten 8 Jahren. Ich hab aber den Eindruck, dass die Spitze immer schneller wird, und die „normalen“ Biker immer weniger werden. Bergab wird mittlerweile auch sehr viel besser gefahren.
Ach ja, das Ergebnis: ich war ca 10 min langsamer als vor 8 Jahren, und bin 37. in meiner Altersklasse geworden.
Und bevor einer motzt: Das neue Trikot war mir für die Schlammschlacht zu schade!

Respekt !